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Die erste Nacht in der Psychatrie. Wie weit hab ich mich gebracht mit meinem Ehrgeiz.


Privatklinik, 11. April, 2. Tag

Die 1. Nacht hatte ich natürlich fast nichts geschlafen, meine Zimmergefährtin auch nicht. Aber doch, ein bisschen.

Ich hatte geträumt im Bett sei irgend eine Überwachung eingebaut und im Tee ein Medikament.

Ich muss dazu sagen, die Klinik sah aus wie aus einem Horrorfilm. Eine alte Villa mit knarzenden Dielenboden, abgeschieden mitten in einem dunklen Tannenwald, 2 km vom nächsten verschlafenen Ort entfernt. An den Fenstern natürlich Gitter und der Vorgarten mit einem 3 Meter hohen Eisentor verschlossen.

Es war ein altes Jagdschloss und die Klinik ein Familienbetrieb mit langer Tradition. Sehr mystisch, sehr gespenstisch. Meinem Mann lief es damals eiskalt den Rücken herunter, als er mich dort zurück ließ, dass hatte er mir nach meinem Aufenthalt gestanden.

Dort angekommen fühlte ich mich plötzlich irre. Ich musste an alle Filme denken, die je in einem Irrenhaus spielten. Wobei ich sagen muss, dass dort keine Irren untergebracht waren, also keine Geisteskranken und auch keine Selbstmordgefährdeten oder Menschen die gewaltbereit waren oder so. Es waren ganz normale Leute, die eine akute (Lebens) Krise hatten, eine psychosomatische Klinik also.

Ich fühlte mich kränker als je zuvor, hatte komische Zuckungen und fühlte mich wie unter Drogen. Dabei hatte ich jede Art von Medikament abgelehnt. Ich nehm ja noch nicht mal Aspirin.

Um 7:30 Uhr sollte ich baden. Also so ein Blödsinn dachte ich. Wer macht denn sowas? Das Bad war jedoch klasse, sollte ich zuhause vieleicht auch mal machen, VOR der Arbeit baden. Sowas verrücktes....

Früh geht es mir ja immer am schlechtesten.


13.6.16 21:46
 
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